Für Ärzte, Physiotherapeuten und Atemtherapeuten

Inhalation

Eine Übersicht über Vorschaltkammern, Masken und Inhaliergeräte: warum eine Vorschaltkammer die Therapie mit Dosieraerosolen verbessert, welches Zubehör für welches Alter passt und was die Studien zur richtigen Anwendung zeigen.

Welches Gerät für welches Ziel?

SituationGeeignetes GerätBesonderheit
Dosieraerosol bei Erwachsenen und Kindern, die mit Mundstück inhalieren könnenSpatial Chamber oder L’Espace Chamber mit MundstückVentil, antistatisch bzw. konische Form
Säuglinge und KleinkinderSpatial Chamber mit Maske 0–2 Jahre oder 2–6 Jahre, weitere MaskenDichter Maskensitz entscheidend
Tracheotomierte Patienten, WeaningSpatial Chamber TracheoDirekter Anschluss an 15-mm-Trachealkanüle
Inhalationslösungen (z. B. Kochsalz, Medikamente zum Vernebeln)PARI BOY classic, PARI COMPACT2Kompressor-Vernebler
Inhalation mit Sekretmobilisation verbindenRC-Cornet PLUS mit PARI BOY classicZur Sekretmobilisation →

Warum eine Vorschaltkammer?

Beim Dosieraerosol müssen Auslösen und Einatmen genau zusammenpassen. Das gelingt vielen Patienten nicht, besonders Kindern und älteren Menschen. Die Vorschaltkammer nimmt den Sprühstoss auf, sodass in Ruhe eingeatmet werden kann. Grosse Tröpfchen bleiben in der Kammer, statt sich im Mund-Rachen-Raum abzulagern, wo sie Nebenwirkungen verursachen können. Ein Ventil verhindert, dass in die Kammer ausgeatmet wird.

Was die Studien zeigen

Bei einem akuten Asthmaanfall wirkt das Dosieraerosol mit Vorschaltkammer ebenso gut wie ein Vernebler. Es ist aber schneller einsatzbereit, braucht keinen Strom und lässt sich überallhin mitnehmen. Ältere Patienten wenden das Dosieraerosol mit Vorschaltkammer häufiger korrekt an. 13 Studien ansehen →

Vorschaltkammern

Spatial Chamber mit Mundstück
Mundstück oder Maske

Spatial Chamber

  • Vollständig antistatisch: weniger Wirkstoff haftet an der Kammerwand
  • Entenventil mit niedrigem Atemwiderstand, auch bei eingeschränkter Lungenfunktion
  • Universeller Adapter für gängige Dosieraerosole, BPA-frei
  • Mit Mundstück oder Maske für 0–2 Jahre, 2–6 Jahre und ab 6 Jahren
  • Bis 121 °C sterilisierbar
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Spatial Chamber Tracheo
Tracheo · Weaning

Spatial Chamber Tracheo

  • Inhalationskammer mit Ventil für Patienten mit Tracheostoma, auch beim Weaning
  • Connector für 15-mm-Trachealkanüle, ohne zusätzliche Maske
  • Antistatisches Material, für einen Patienten bestimmt
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L’Espace Chamber
Air Liquide

L’Espace Chamber

  • Konische Form verringert das Zusammenballen von Partikeln
  • Lufteinlässe am Boden erleichtern das Einatmen
  • Patentiertes Ventilsystem mit sichtbarem Feedback
  • Mit Mundstück oder anatomischen Silikonmasken
  • Bis 121 °C sterilisierbar
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Masken

Für Säuglinge, Kleinkinder und Patienten, die kein Mundstück umschliessen können. Studien zeigen: Schon ein kleines Leck an der Maske oder ein schreiendes Kind verringert die Dosis in der Lunge stark.

Inhalationsmasken
Alle Altersgruppen

Masken für Vorschaltkammern

  • Air-Liquide-Masken für 0–2 Jahre, 2–6 Jahre und ab 6 Jahren
  • RC-Masken für Säuglinge bis 1 Jahr, Kleinkinder 1–5 Jahre und ab 5 Jahren
  • RC-Spezialmaske für tracheotomierte Patienten
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Inhaliergeräte (Vernebler)

Für Medikamente und Lösungen, die vernebelt werden, zum Beispiel bei Bronchitis, Asthma oder zur Befeuchtung der Atemwege.

PARI BOY classic
Ab 4 Jahren

PARI BOY classic

  • Robuster Kompressor, Inhalationszeit unter 5 Minuten bei 2,5 ml
  • Feedbacksystem PIF-Control für die richtige Inhalationstechnik
  • Bei Asthma, allergischem Asthma, akuter und chronischer Bronchitis
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PARI COMPACT2
Ab 6 Monaten

PARI COMPACT2

  • Allrounder für alle Altersgruppen ab 6 Monaten
  • Kurze Inhalationszeit bei hoher Lungendeposition
  • Mehrere Desinfektionsmöglichkeiten, Kinder-App zur Motivation
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Anwendung: was die Studien zeigen

Praktische Punkte aus den Studien auf unserer Studienseite. Massgeblich bleiben die Gebrauchsanweisung und die Verordnung der Fachperson.

Wenige Atemzüge reichen

Kinder brauchten bei kleinen Kammern 2, bei grösseren 3 ruhige Atemzüge. Ein tiefer Atemzug mit Atemanhalten brachte keinen Vorteil.

Maske dicht halten

Bei undicht sitzender Maske oder schreiendem Kind gelangt nur ein Bruchteil der Dosis in die Lunge. Am besten inhalieren Kinder ruhig.

Aufladung vermeiden

Elektrostatische Ladung in Kunststoffkammern verringert die abgegebene Dosis. Antistatische Kammern umgehen das; andere werden mit Spülmittel gereinigt.

Technik kontrollieren

Anwendungsfehler sind häufig. Die Technik bei jeder Kontrolle kurz zeigen lassen.

Beratung für Fachpersonen

Wir beraten Kliniken, Praxen und Therapeuten bei der Auswahl von Vorschaltkammern, Masken und Inhaliergeräten.